Die Installation und die Konfiguration von IBM i ACS (= Access Client Solutions) können auf verschiedene Arten erfolgen. Im Folgenden werden Ihnen zwei von drei Varianten (die dritte Option kommt erst im nächsten Artikel) vorgestellt, von denen Sie eine auswählen können – abhängig davon, welche Organisationsstrukturen bei Ihnen vorzufinden sind. Allen drei Optionen ist gemeinsam, dass die Produktdateien von IBM i ACS an einer zentralen Stelle hinterlegt sind, auf die jeder PC, der mit ACS arbeiten soll, zugreifen kann.

Zur Installation und Konfiguration von IBM i ACS sind folgende drei Optionen verfügbar:

1. Lokal und durch den Benutzer angepasst
Die Produktdateien werden auf jeden PC der Benutzer kopiert.
Jeder Benutzer entscheidet selbst, welche Funktionen verfügbar sein sollen.
2. Lokal und durch den Administrator angepasst
Die Produktdateien werden auf jeden PC der Benutzer kopiert.
Der Administrator entscheidet, welche Funktionen verfügbar sein sollen.
3. Remote und durch den Administrator angepasst
Der Zugriff für jeden Benutzer erfolgt über eine zentrale gemeinsam nutzbare Lokation.
Der Administrator bestimmt, welche Funktionen verfügbar sein sollen.

Option 1: Lokal und durch den Benutzer angepasst

Bei dieser Art von Konfiguration ist es den Benutzern selbst überlassen, welche Features und Funktionen sie verwenden wollen. Jeder Benutzer führt das Skript install_acs_xx.js (xx = 32 oder 64) von seinem PC aus und greift dabei auf die zentrale Speicherstelle des Produkts zu.

Beispiel:

Für diese Installation wurde der Ordner /QIBM als Netzlaufwerk Z:\ freigegeben. Die Produktdateien von ACS wurden im Verzeichnis \UserData\Access\ACS\Windows_Application abgelegt. Der Aufruf des Skripts für eine 32-Bit-Installation erfolgt dann mit:

Z:\UserData\Access\ACS\Windows_Application\install_acss.32.js

Wenn das Skript erstmalig von einem PC aufgerufen wird, werden folgende Installationsschritte ausgeführt:

1. Der Anwendungsassistent stellt dem Benutzer die auszuwählenden Funktionen zur Verfügung.
2. Der Benutzer wird gefragt, ob auf dem Desktop Verknüpfungen für ACS erstellt werden sollen.
3. Die Produktdateien werden vom zentralen Speicherplatz auf den lokalen PC ins folgende Verzeichnis kopiert:
\IBM\ClientSolutions
4. Dateiverknüpfungen werden erstellt.
5. Falls IBM i ACS noch nie auf diesem PC ausgeführt wurde, muss der Benutzer eine Lizenzvereinbarung bestätigen.
6. Produktverknüpfungen werden auf dem Desktop erstellt, falls dies bei Schritt 2 ausgewählt wurde.

Nun kann IBM i ACS verwendet werden.

Abbildung 1: IBM i ACS mit allen verfügbaren Funktionen

Aktualisierung von IBM i ACS bei Option 1

Die Aktivierung von Updates auf den Benutzer-PCs kann erst realisiert werden, wenn das Produkt an der zentralen Stelle aktualisiert wurde. Die Aktualisierung erfolgt mittels Installation einer neuen Version über die vorhandene Version. Zum Aktivieren des aktuellen Produkts muss der Benutzer alle Prozesse und Funktionen von IBM i ACS auf seinem PC zunächst beenden. Danach muss das Install-Skript (wie weiter oben beschrieben) ausgeführt werden. Es kommt zu folgenden Aktionen:

1. Die aktualisierten Produktdateien werden von der zentralen Stelle auf den lokalen PC ins Verzeichnis \IBM\ClientSolutions kopiert.
2. Die Dateiverknüpfungen werden aktualisiert.
3. Die bei der erstmaligen Installation ausgewählten Produktfunktionen bleiben erhalten.

Falls der Benutzer die Auswahl der verfügbaren Funktionen ändert, kann er dies durch Aufruf des Skripts mit dem Parameter /Reset realisieren.

Schlaglichter von Option 1

Hier sind die Schlaglichter für eine lokale und vom Benutzer angepasste Installation.

• Die Produktdateien werden von der zentralen Speicherstelle auf den lokalen PC kopiert.
• Jeder Benutzer kann selbst entscheiden, über welche Funktionen er verfügen will.
• Zur Aktualisierung der Produktdateien muss das Skript install_acss.xx.js ausgeführt werden.
• Zur Ausführung von ACS muss der zentrale Speicherort des Produkts nicht verfügbar sein.

Option 2 und 3 bieten sich in dem Fall an, wenn nicht gewünscht ist, dass jeder Benutzer selbst bestimmen kann, welche Funktionen er benutzen darf. Dann bestimmt der Administrator darüber, über welche Funktionen die Benutzer verfügen sollen.

Option 2: Lokal und durch den Administrator angepasst

Mit dieser Einrichtungsart wird die Anwendung durch den Administrator zentral konfiguriert. Wenn der Benutzer das Skript install_acss.xx.js auf seinem PC ausführt, wird die durch den Administrator angepasste Konfiguration angewandt.

Für die zentrale Konfiguration muss der Administrator das Skript install_acss.xx.js mit dem Parameter /AdminConfig aufrufen. Der Aufruf ist von jedem PC aus möglich, der Zugriff auf den zentralen Speicherort von ACS hat. Die Anpassung der Konfiguration mit /AdminConfig kann entweder mit der 32- oder der 64-Bit-Variante von install_acss.xx.js erfolgen, und zwar für die Produktdateien, die zentral abgelegt sind.

Durch Angabe des Parameters /AdminConfig wird der Anwendungsassistent gestartet, mit dem der Administrator den Anwendungstyp und die verfügbaren Funktionen festlegen kann.

Für den Aufruf des Installationsskripts unter Verwendung des Parameters /AdminConfig wurde folgende Bat File erstellt (das Netzlaufwerk hat die Adresse Z und ist mit dem IFS-Ordner/QIBM verbunden):

cd Z:\UserData\Access\ACS\Windows_Application
install_acs_32.js /AdminConfig

Das nachfolgende Fenster erscheint nach Aufruf des Assistenten.

Abbildung 2: Startfenster des Anwendungsassistenten

Mit der Auswahl „Nein“ wird der Assistent beendet und mit Auswahl „Ja“ die Änderung der Konfiguration gestartet.

In den nächsten Abbildungen sind die weiteren Schritte gezeigt, die der Konfigurationsassistent interaktiv vorgibt.

Abbildung 3: Auswahl der Standardkonfiguration

Mit der Auswahl „Nein“ wird die Standardkonfiguration angewandt, die alle Funktionalitäten beinhaltet. Falls zuvor Änderungen in der Konfigurationsdatei durchgeführt wurden, gehen diese verloren.

Mit der Auswahl „Ja“ wird der Assistent fortgesetzt.

Abbildung 4: Auswahl „Remote“ oder „Lokal“

Da hier die Option „Lokal und durch den Administrator angepasst“ beschrieben wird, wird die Antwort „Nein“ gewählt.

Bei Option 3 hingegen, auf die aber erst im nächsten Artikel eingegangen wird (($$ Inhalt bitte prüfen)), muss mit „Ja“ geantwortet werden.

Im nächsten Schritt wird festgelegt, ob die Benutzer selbst ihre Funktionen auswählen dürfen.

Abbildung 5: Auswahl, ob der Benutzer den Funktionsumfang selbst bestimmen soll

In dieser Option bestimmt der Administrator, welche Funktionen den Benutzern zur Verfügung gestellt werden sollen. Also: Antwort „Nein“.

Nachdem die Fragen für den Typ der Konfiguration beantwortet worden sind, erfolgt die Auswahl der Funktionen, die den Benutzern zur Verfügung gestellt werden sollen.

Abbildung 6: Beginn der Auswahl der Funktionen

Nachstehende Abbildungen zeigen die Folge der interaktiven Abfragen des Konfigurationsassistenten.

Abbildung 7: Verwendung der 5250-Emulation

Abbildung 8: ACS als Standardprogramm von 5250-Sitzungen

Abbildung 9: Verwendung der Druckausgabe

Abbildung 10: Verwendung der Funktion „Datenaustausch“

Abbildung 11: Verwendung des Navigator for i

Abbildung 12: Verwendung von SSL/TLS-Zertifikaten

Abbildung 13: Verwendung von Datenbank-Tools

Abbildung 14: Verwendung der HMC- oder LAN-Konsole

Abbildung 15: Verwendung von Remote-Befehlen

Abbildung 16: Verwendung des System-Debugger

Abbildung 17: Erstellen von Produktverknüpfungen auf dem Desktop

Abbildung 18: Hinweis zur Fertigstellung der Konfiguration

Sie haben nun eine vorkonfigurierte Anwendung für Ihre Benutzer erstellt. Wenn die Benutzer das Skript install_acs_xx.js von ihrem PC ausführen, finden die folgenden Aktionen statt:

1. Die Produktdateien werden von der remoten Lokation auf den lokalen PC ins Verzeichnis \IBM\ClientSolutions kopiert.
2. Die Dateiverknüpfungen werden erstellt.
3. Falls IBM i ACS noch nie auf diesem PC ausgeführt wurde, muss der Benutzer eine Lizenzvereinbarung bestätigen.
4. Produktverknüpfungen werden auf dem Desktop erstellt.

Aktualisierung von IBM i ACS bei Option 2

Wie bei der zuvor beschriebenen Option werden Updates erst nach Ausführung des Skripts install_acs_xx.js aktualisiert. Allerdings gibt es bei dieser Option einen weiteren Schritt, der durch den Administrator ausgeführt werden muss.

Bei der Anpassung des Produkts mit dem Parameter /AdminConfig wurden die Änderungen in die Datei AcsConfig.properties im Hauptverzeichnis geschrieben. Beim Einspielen einer neuen Version von ACS werden diese Änderungen in der Datei AcsConfig.properties durch eine Standardkonfiguration überschrieben. Die zuvor durchgeführten Änderungen gehen dadurch verloren. Es gibt zwei Möglichkeiten, um diese ungewollte Überschreibung zu verhindern:

1. Verwenden Sie nach dem Entpacken der Produktdateien bei Ausführen des Skripts install_acs_xx.js den Parameter /AdminRestore. Damit wird die beim Ausführen des Skripts mit dem Parameter /AdminConfig erstellte Sicherungsdatei der Konfiguration AcsConfig_save.properties als AcsConfig.properties zurückgespeichert.
2. Vor dem Einspielen kann der Administrator die Datei AcsConfig.properties kopieren und danach manuell zurückspielen.

Schlaglichter von Option 2

Hier finden sich die Schlaglichter für eine lokale und durch den Administrator angepasste Installation.

• Die Produktdateien werden von der zentralen Speicherstelle auf den lokalen PC kopiert.
• Der Administrator entscheidet, welche Funktionen verfügbar sein sollen.
• Zur Aktualisierung der Produktdateien muss das Skript install_acss.xx.js ausgeführt werden.
• Zur Ausführung von ACS muss der zentrale Speicherort des Produkts nicht verfügbar sein, weil alle Produktdateien lokal auf jedem PC gespeichert sind.

Option 3 „Remote und durch den Administrator angepasst“ bietet sich dann an, wenn nicht gewünscht ist, dass bei Produktänderungen von IBM i ACS jeder PC aktualisiert werden muss. Diese Option wird im nächsten Artikel beschrieben.

Vorschau:

Im nächsten Artikel wird zunächst die noch nicht beschriebene Option 3, „Remote und durch den Administrator angepasst“, beschrieben. Danach folgt eine Übersicht über die ACS-Erweiterung „Windows Application Package 1.1.0“.