Auf der Grundlage von mehr als einem Jahrzehnt der Entwicklung und Innovation repräsentiert IBMs PowerVM-Ansatz eine Enterprise-Virtualisierung, die sich weltweit in Produktionsumgebungen der meisten Anwender von IBMs Power Systemen im Einsatz befindet. Das auf Firmware basierte Design von PowerVM ist in der höchsten Stufe in der Power9-Architektur umgesetzt.

Möchte ein Unternehmen Kosten senken (effizientere Virtualisierung verschiedener Workloads), virtuelle Maschinen und Storage automatisiert bereitstellen oder eine dynamisch optimierte Auslastung von Server- und Storage-Ressourcen erreichen, um Kosten zu kontrollieren, dann kommt in der Regel Virtualisierung zum Einsatz. In der Praxis haben sich weitere Vorteile dieser Technik gezeigt: Die flexible Skalierung der virtualisierten Installationen ohne Einbußen bei Performance und Durchsatz, die Vermeidung geplanter Ausfallzeiten durch den Einsatz von Live-Anwendungsmobilität zwischen Servern oder die Bereitstellung von Services mit höherer Qualität durch die Optimierung der Verwaltung virtueller Ressourcen und die Beseitigung von Sicherheitslücken lassen sich hier aufzählen.

Mit PowerVM steht die Leistung und Flexibilität zur Verfügung, mehrere Systemanforderungen in einem einzigen Server zu erfüllen. Zudem ist PowerVM der einzige Hypervisor unter den Hauptanbietern ohne gemeldete Schwachstellen. PowerVM Micro-Partitioning unterstützt bis zu 20 virtuelle Maschinen (VM) pro Prozessorkern. Je nach Servermodell können Unternehmen bis zu 1.000 VMs auf einem einzigen Server ausführen – jede mit eigenem Prozessor, Speicher und, wenn erforderlich, auch eigenen I/O-Ressourcen. Prozessorressourcen können mit einer Granularität von 1/200 eines Cores zugeordnet werden. Für Memory beträgt die kleinste verschiebbare Größe 1 MByte.

  • „Shared-Prozessor-Pools“ ermöglichen eine kontinuierliche und automatische Zuordnung von Prozessorleistung zwischen VMs, was zu einem erhöhten Durchsatz führt. Sie bieten auch die Möglichkeit, die Anzahl der Prozessorkerne zu begrenzen, um beim Einsatz prozessorbasierter Software Lizenzierungskosten zu reduzieren.
  • „Shared Dedicated Capacity“ ermöglicht die Zuordnung von nicht benötigten CPU-Zyklen dedizierter Prozessoren an VMs im gemeinsamen Prozessor-Pool. Da eine dedizierte VM die absolute Priorität für CPU-Zyklen behält, kann die Aktivierung dieser Funktion die Systemauslastung erhöhen, ohne die Leistung für kritische Workloads zu beeinträchtigen.
  • „Live Partition Mobility“ unterstützt die Verschiebung einer im Betrieb befindlichen IBM i-, AIX- oder Linux-Partition von einem physischen Server auf einen anderen kompatiblen Server – ohne Unterbrechung der laufenden Anwendungen bei Maßnahmen zur geplanten Systemwartung oder zur Verlagerung von Workload.
  • „Active Memory Sharing“ ermöglicht die gemeinsame Nutzung eines physischen Speicher-Pools zwischen LPARs auf einem einzigen Server, wodurch die Speicherauslastung erhöht und Systemkosten reduziert werden können. Der Speicher wird dynamisch und je nach Bedarf zwischen den Partitionen aufgeteilt. So wird die Auslastung des physischen Speicher-Pools optimiert. Mit Active Memory Deduplication kann die Effizienz durch Vermeidung von Mehrfachspeicherung identischer Speicherinhalte noch gesteigert werden.

Bereits am 7. August des letzten Jahres hat IBM neue Enterprise Systeme basierend auf der Power9-Technologie angekündigt und damit neue Maßstäbe hinsichtlich Performance, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Energieeffizienz versprochen. Die neuen IBM Power Enterprise Server

  • bilden die solide Grundlage für die weitere Konsolidierung Ihrer SAP Infrastruktur,
  • verringern die Komplexität Ihrer Systemverwaltung,
  • optimieren die Kosten Ihrer Rechenzentrumsressourcen durch Capacity on Demand (CoD)-Optionen und verbessern die Energieeffizienz,
  • ermöglichen eine einfache Bereitstellung von Private-Cloud-Angeboten,
  • sind die professionelle Grundlage für Business Analytics und Big-Data-Aufgaben zur Gewinnung von schnellen und zuverlässigen Unternehmensentscheidungen und
  • verbessern die Angebotsmöglichkeiten im Shared-Service-Umfeld.

Scale-out mit Power9

Im zweiten Schritt hat IBM die Scale-Out-Systeme auf der Basis des Power9-Prozessors vorgestellt. Dazu sind mehrere Systeme angetreten, die einen günstigen Einstieg in die Power9-Systemwelt bieten.

Der IBM Power S922 Server ermöglicht die Verarbeitung von Geschäftstransaktionen in Verbindung mit einer Infrastruktur für soziale und mobile Lösungen in AIX-, IBM i- und Linux-Betriebssystemumgebungen. Dieses 2-Socket-2U-System verfügt über die Flexibilität, entweder einen oder zwei Prozessorsockel zu nutzen, und kann so bei Bedarf Wachstumskapazität bereitstellen. Der neue Power S922 Server unterstützt bis zu 20 Power9-Kerne und 4 TByte Arbeitsspeicher.

Der IBM Power S914 Server ist als hochsichere Architektur konzipiert und bietet eine stabile Datenbank- und Middleware-Plattform für die effiziente Bereitstellung von Business-Processing-Anwendungen. Das 1-Socket-System mit einem 6-Kernoder 4-Kern- Power9-Prozessor ist in einer Rack- oder Tower-Konfiguration verfügbar. Das 8-Core-System mit höherer Leistung ist in einer Rack-Konfiguration verfügbar. Dieser Server kann für nichtproduktive SAP HANA- oder SAP S/4HANAWorkload eingesetzt werden.

Der IBM Power S924 Server dient dazu, aus Daten Erkenntnisse und Entscheidungsgrundlagen zu gewinnen. Die 1-Socket- und 2-Socket-Server bieten die ideale Grundlage für private und öffentliche Cloud-Infrastrukturen. Der neue Power S924 Server unterstützt bis zu 24 Power9-Kerne und bis zu 4 TByte Speicher und ist damit ausgezeichnet für Datenbanken mit SAP HANA, IBM DB2 und Oracle geeignet. Im Vergleich zu Intel-basierten Angeboten für vergleichbare Workloads besitzt er einen hervorragenden Durchsatz und sorgt für eine überlegene Wirtschaftlichkeit in Scale-out-Architekturen. Für Kunden, die erweiterte Analysen einsetzen möchten, bietet dieses IBM Power System eine bessere Verarbeitungszeit bei der Sortierung und Abfrage unstrukturierter Big-Data-Sets. Es kann für typische Geschäftsanalysen mehr Geschäftsberichte pro Stunde generieren als konkurrierende Lösungen. Für Java-Workloads besitzen die neuen Systeme eine hohe Leistung. So können zum Beispiel Oracle-Kunden Lizenzkosten sparen, indem sie die Standard Edition 2 der Oracle-Database-Software verwenden.

Der IBM Power L922 Server ist ein Linux-only-Angebot mit bis zu 24 Power9-Kernen und 4 TByte Arbeitsspeicher und die ideale Grundlage für SAP HANA- und SAP S/4HANA-Scale-out-Architekturen in einem kompakten 2U-Paket.