Die Integration von allen Kommunikationsanwendungen bringt für Unternehmen einen Effizienzschub. Diese Aussage trifft Stephan Leschke, Vorstandsvorsitzender Ferrari electronic AG, im Interview mit dem Midrange Magazin (MM).

MM: Wie wird die UCC-Funktionalität am besten „geliefert“?

Leschke: Als Gesamtpaket: Denn das Prinzip Unified Communications verbindet Kommunikation, Gebäudeautomation und Gerätesteuerung zu einer Einheit. Häufig umfassen UC-Lösungen Telefonie, E-Mail, Dokumentenaustausch, Fax, SMS, Voicemail und Chats. Bereits vorhandene GroupWare-Systeme wie Microsoft Exchange bilden dabei meist die Plattform, auf der alle Kanäle zusammenlaufen. Die Mitarbeiter müssen nicht mehr von einer Anwendung zur anderen wechseln. Sie erhalten alle Nachrichten, egal in welchem Format, in ihrem Posteingang, und zwar über alle Endgeräte hinweg. Auch andere Nebenstellen können in die IP-Welt eingebunden werden: Zugangskontrollsysteme wie Gegensprechanlagen oder Schranken an Werkstoren lassen sich dann ebenfalls über die gewohnte Nutzeroberfläche bedienen. UCC dagegen schließt auch die Collaboration mit ein, also die vernetzte Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern. Dazu zählen vor allem Funktionen wie Präsenzanzeigen, Desktop Sharing oder Video Conferencing.

MM: Welche Rolle spielen Dienstleister?

Leschke: Reseller sollten ihre Kunden und deren Arbeitsweise kennen und ihre Bedürfnisse genau evaluieren. Um erfolgreich zu sein, sind vor allem zwei Aspekte von Bedeutung: Die angebotene UCC-Lösung sollte flexibel sein und sie sollte eine hohe Stabilität bieten. Ersteres ist deshalb wichtig, weil die Unternehmen ganz unterschiedliche Anforderungen haben. Der zweite Aspekt trägt der Relevanz der ITK für den Unternehmenserfolg Rechnung: Neben einer funktionstüchtigen ITK sind die durchgängige Erreichbarkeit und zuverlässige Kommunikation über alle Kanäle wesentliche Kriterien. Neben der richtigen Technologie spielt der fachkundige Support der Reseller eine große Rolle.

Stephan Leschke,
Vorstandsvorsitzender Ferrari electronic AG: „Bei der modernen Teamzusammenarbeit spielt der Dokumentenaustausch eine wesentliche Rolle.“ Quelle: Ferrari electronic AG

MM: Für wen lohnt sich eine Eigeninvestition in UCC-Equipment?

Leschke: UCC ist sehr vielfältig und kann Unternehmen jeder Branche und Größe Vorteile bringen. Die Auswahl der richtigen Lösung ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob der gewünschte Effekt eintritt: Dazu ein Beispiel: Bei einem produzierenden Unternehmen mit verteilten Standorten sollte das Ziel eine bessere Erreichbarkeit sein; hilfreich ist dabei die Präsenzanzeige. Wenn sich diese jedoch wegen der historisch gewachsenen, heterogenen ITK-Infrastruktur nicht an allen Standorten umsetzen lässt, können Telefonate auch nach einer UCC-Einführung ins Leere laufen.

MM: Welche Medien muss eine moderne UCC-Lösung integrieren können?

Leschke: Die Formen der digitalen Kommunikation und Zusammenarbeit sind vielfältig: von Instant Messaging über Internet-Telefonie bis hin zur Videokommunikation aus der Cloud via Tablet, Smartphone oder Desktop. Der UCC-Arbeitsplatz umfasst Telefonie, Videokonferenzen, Desktop-Sharing, oft remote genutzt. Diese müssen reibungslos funktionieren, damit die Kollaboration der Mitarbeiter unterbrechungsfrei läuft. Eine gut geplante UCC-Lösung führt zu schnellen internen Abläufen, mehr Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter.

MM: Wie wichtig wird Document Sharing im UCC-Umfeld?

Leschke: Bei der modernen Teamzusammenarbeit spielt der rechtssichere Dokumentenaustausch eine wesentliche Rolle. Traditionelle Ansätze wie das Fax haben nicht ausgedient, sie sollten aber zeitgemäß sein. Mit Next Generation Document Exchange, einem innovativen Dokumentenaustauschverfahren von Ferrari electronic, kann das Potenzial des Dokumentenaustauschs in der IP-Welt voll ausgeschöpft werden, und das wesentlicher schneller und in Farbe. Zudem können hybride Formate wie PDF/A übermittelt werden. Gleichzeitig bleiben die Stärken wie Peer-To-Peer-Verbindung oder Rechtssicherheit unverändert erhalten.