Anwendungsmodernisierung ist in der heutigen Zeit für die IT-Abteilungen in Unternehmen die vielleicht schwierigste Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Gerade in den letzten Jahren hat das Tempo von Innovationen im Bereich von Services dramatisch zugenommen. Es zeichnet sich ab, dass eine Vielzahl neuer Trends, die sich teils in kürzester Zeit etabliert haben, heute nicht mehr wegzudenken ist oder gar von den Verantwortlichen ignoriert werden könnten. Die Notwendigkeit zur Modernisierung betrifft viele Hardware-/Software-Plattformen, auch die Kunden der IBM i sind hier gefordert.

Nahezu jedes Unternehmen sieht sich heutzutage einem starken Wettbewerb durch Mitbewerber ausgesetzt. Sprich, Kunden vergleichen mehr denn je die Leistungsportfolios verschiedener Anbieter. Dies gilt sowohl für private Verbraucher als auch für Geschäftsbeziehungen zwischen Firmen.

Die steilen Zuwächse im E?Commerce Business wie auch im Bereich von B2C und B2B zeigen auf, welche Bedeutung heute einer modernen IT in Unternehmen beigemessen wird. Diese IT kann erheblichen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg im umkämpften Markt haben. Es gilt daher, frühzeitig neue Trends zu erkennen und den Nutzen für das eigene Unternehmen hieraus abzuleiten. Indem für das eigene Business ganz konkret Services bereitgestellt werden, bietet man Kunden einen echten Mehrwert.

Wie kann Modernisierung angepackt werden und was genau definiert man dafür als notwendige Maßnahmen?

Um nur ein typisches Beispiel zu nennen – das Bereitstellen von Web Tracking – also Informationen über den Status einer Zustellung – ist heutzutage ist ein Must-have für Paket-Carrier und wird praktisch von jederman als selbstverständlich angesehen. Auf diese Frage kann es keine pauschale Antwort geben. Jede Kundensituation ist einmalig und es bedarf einer präzisen Analyse, in der Kunde und Berater zusammenarbeiten, um zunächst die Ist-Situation zu besprechen und eine Zielsetzung zu definieren. Das setzt eingangs zwingend Gespräche voraus, damit ein Verständnis für das Business des Kunden auf der Beraterseite entwickelt werden kann, um im nächsten Schritt über die Probleme, aber auch die Visionen des Kunden hinsichtlich Modernisierung zu sprechen und weiteren Input einzubringen.

Oftmals wird viel zu früh über Entscheidungen hinsichtlich Technologien und Methoden nachgedacht und übereilt mit deren Realisierung begonnen. Dabei müsste eigentlich zunächst eine detaillierte Planungsanalyse unter Berücksichtigung zahlreicher erfolgsbestimmender Einflussfaktoren erfolgen.

Warum scheitern Projekte?
Quelle: Calleam
Consulting Ltd

Bekanntermaßen bringen Softwaremodernisierungsprojekte generell ein hohes Risiko mit sich, zu scheitern, da sie in der Regel sehr komplex sind und vor allem auch in Bezug auf ihre Machbarkeit leicht unterschätzt werden. Die Palette der Risiken reicht dabei von eben noch beherrschbaren Kategorien, wie leichten bis mittleren Budget- und Zeitüberschreitungen, bis hin zu kompletten Fehlschlägen aufgrund von Nichtrealisierbarkeit oder dramatisch anwachsenden Kosten. Diese können soger die Existenz eines Unternehmens bedrohen. Hierzu gibt es zahlreiche, internationale Studien, die das belegen.

Die Gründe, warum Softwaremodernisierungsprojekte scheitern, sind letztendlich vielfältig und teils nur im Kontext der Besonderheiten einer Organisation zu verstehen. Dennoch lassen sich mit hoher Übereinstimmung wiederkehrende Gemeinsamkeiten feststellen, die etwa von der International Project Leadership Academy zurecht als „Classic mistakes“ bezeichnet werden.

Was verbirgt sich hinter „Lack of communications“?

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Personen und Abteilungen im Rahmen eines Modernisierungsprojekts einzubeziehen sind und in welchen Interaktionsformen sie zueinander stehen. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass hier immer wieder gravierende Fehler unterlaufen, die später nur schwer wieder ausräumbar oder gar irreparabel sind.

An erster Stelle ist sicherlich die generelle Akzeptanz eines Projekts einschließlich des kalkulierten Budgets durch die Geschäftsleitung zu nennen. Der IT-Manager muss gegenüber der Geschäftsleitung nicht nur die Notwendigkeit der Modernisierung umfassend erläutern, sondern auch deren Nutzen und Mehrwert für das eigene Business herausstellen können (Goal and Vision).

Von hoher Wichtigkeit ist daher die adäquate Kommunikation eines Projekts innerhalb des Unternehmens. Dabei gilt es, zunächst die verschiedenen relevanten Gruppen im Unternehmen zu identifizieren sowie den jeweils angemessenen Informationslevel zu definieren. Unerlässlich ist auch, dass im gesamten Unternehmen eine positive Einstellung zum Projekt etabliert wird – die von der Geschäftsführung ebenso mitgetragen wird wie von den Sachbearbeitern in den verschiedenen Fachbereichen.

Die „Classic Mistakes“ haben viele Gemeinsamkeiten.
Quelle: Calleam Consulting Ltd

Werden frühzeitig zu involvierende Personen versehentlich vergessen, erzeugt dies ein Gefühl der persönlichen Kränkung. Daraus kann schnell eine Distanz oder gar Ablehnung gegenüber dem Projekt entstehen, ganz abgesehen vom daraus erwachsenden Verlust wertvoller projektrelevanter Informationen. Das psychologische Momentum, das entstehen kann, wenn Mitarbeiter oder gar ganze Abteilungen ignoriert werden, ist nicht zu unterschätzen und kann sogar dazu führen, dass diese nicht mehr bereit sind, ihren Input zur Gänze zu erbringen. Entsprechend zeigt sich nach gescheiterten Projekten oftmals, dass die Anforderungen nicht hinreichend bekannt waren und falsche Annahmen zugrundegelegt wurden, so dass das Ergebnis letztlich keine Akzeptanz mehr im Unternehmen fand und sich die Beteiligten fragten, wie das geschehen konnte.

Noch weit komplexer sind die Anforderungen in Bezug auf die Bildung eines Projektteams, welches sich dann in seiner Rolle zu bewähren hat. Es gilt daher die für das Projekt generell erforderlichen Skills zu bestimmen und mit dem im Team vorhandenen Skills abzugleichen, ggf. Weiterbildungsmaßnahmen zu starten oder externes Know-how in das Team einzubringen.

Unklare Verantwortlichkeiten, unklare oder gar unbekannte Zieldefinitionen sowie unzureichende Skills im Team genauso wie fehlende Projektkontrolle oder das Unterminieren von Autorität etwa gegenüber dem Projektverantwortlichen sind häufig anzutreffende Beobachtungen aus der Praxis. Eindeutige Zuweisungen von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Harmonie im Team sind daher essenziell.

Modernisierung zum Festpreis

Die AXSOS AG bietet ihren Kunden sowie potenziellen Interessenten langjährige Erfahrung im Umfeld von IBM i-Modernisierung. Das gilt sowohl für das gemeinsame Entwickeln einer Modernisierungsstrategie als auch für die qualifizierte Unterstützung bei der Durchführung.

Zahlreiche Partnerschaften der AXSOS AG mit namhaften Herstellern von Software-Modernisierungswerkzeugen ermöglichen es uns, die jeweils adäquaten Werkzeuge im Rahmen einer Modernisierung einzusetzen – bis hin zur kompletten Realisierung einer Modernisierung zum kalkulierten Festpreis.

So setzen wir für die Analyse etwa Fresche X-Analysis als Werkzeug ein, um uns in kürzester Zeit ein Bild von der zugrundeliegenden Anwendung machen zu können und eine umfassende Bewertung von Komplexität und Qualität des zugrundeliegenden Datenmodells in Form eines Entity-Relation-Ship-Diagrams vornehmen zu können.

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