Erste Ausblicke auf die POWER9-basierten IBM i-Systeme bietet die POW3R-Konferenz am 10. und 11. April in Hannover. Aber auch DB2-relevante Themen werden in den Keynotes – von Scott Forstie und Birgitta Hauser (Arbeitstitel: Db2 for i Ping Pong Match) – thematisiert. Zudem sollen die „Möglichkeiten der Blockchain für Unternehmen“ angesprochen werden – dazu wird Elke Kunde von der IBM die Eröffnungs-Keynote zum Besten geben.

Ein glückliches Händchen hat der ITP Verlag mit dem Timing der kommenden POW3R-Konferenz in Hannover bewiesen: Der Zeitpunkt passt sehr gut zu der Vorstellungsrunde, die IBM derzeit für die POWER9-basierten Systeme absolviert. Zur Konferenz sollten dann auch die ersten POWER9-basierten Systeme im Ausstellungsbereich zu sehen sein. Zudem werden sich einige Vorträge im Konferenzbereich auf die neue Generation der IBM i fokussieren. So klären zum Beispiel Peter Kindiger von Techdata und Dr. Wolfgang Rother von IBM die Frage: „Warum lohnt sich der Umstieg auf Power9?“.

Reale Problemlösungenwerden gezeigt

Eine andere Blickrichtung zeichnet den Vortrag der WS Datenservice aus: „Hilfe, ich habe ein neues IBM i-System – und das ist langsamer als die alte Maschine!“ Es geht dabei vor allem um reale Problemlösungen: Der Referent wird demonstrieren, wie man Performance-Engpässe bei seiner IBM i angehen sollte. Dazu stellt er auf einem System die nötigen Tools vor, die für die Behebung von Performance-Flaschenhälsen geeignet sind. In der „echten Welt“ werden dabei typische Optimierungspotenziale gezeigt, etwa bei falsch konfigurierten Flash-Speichern, suboptimaler Konfiguration des SVC (SAN Volume Controller) oder wenn Sicherungsläufe nicht mehr im vorgesehenen Backup-Fenster beendet werden können.

Klaus-Peter Luttkus widmet sich den Power Skills und thematisiert dazu „Die Macht des Wissens“. Nach seiner Einschätzung ist die IBM i-Welt derzeit erheblichen Herausforderungen ausgesetzt. Eine der wichtigsten Herausforderungen besteht in einem gravierenden Mangel an IBM i-Nachwuchs und einem Personalbestand, der in weiten Teilen aktuelle Innovationen der IT-Welt nicht zur Kenntnis genommen hat. Dem gegenüber stehen die Power-Systeme, die in der Entwicklung von P7 zu P9 (IBM i V7R1 bis V7R3) signifikant an Funktionen hinzugewonnen haben. In seinem Vortrag verdeutlicht Klaus-Peter Luttkus, welche Innovationen eine erhebliche Auswirkung auf die Zukunft von IBM i haben, wie Unternehmen selbst dafür Sorge tragen können, um ihren Nachwuchs fit für IBM i zu machen, und wie sich die Skills erfahrener Mitarbeiter auf einen aktuellen Stand bringen lassen.

Dr. Wolfgang Rother, IBM Quelle: IBM

Nach seiner Artikelserie zum Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) widmet sich Robert Engel, Geschäftsführer der Raz-Lee Security GmbH, in seinem Vortrag „Mit iSecurity bereit für die Datenschutzgrundverordnung“ dieser Thematik. Im Mai 2018 tritt die DSGVO in Kraft und verpflichtet alle Unternehmen, Maßnahmen zum Schutz persönlicher Daten zu ergreifen. Bei iSecurity handelt es sich um eine Lösung, die es den Anwendern leichter macht, den Anforderungen zu entsprechen. Dazu zeigt der Vortragende, wie man Daten vor unbefugtem Zugriff schützen, Berechtigungen nur auf Anforderung zur Verfügung stellen, Transparenz in Betriebssystem und Anwendungsdaten schaffen und sensitive Datenfelder verschlüsseln kann. Mit seinem Vortrag „Vorsicht Falle GDPR/DSVGO!“ zeigt Andreas Göring, Geschäftsführer der Goering GmbH, wie ein unsicheres Passwort-Management die Compliance zu den kommenden Vorgaben der DSGVO gefährden kann.

Ein weiterer Themenschwerpunkt ist der Bereich der Software-Modernisierung bzw. -Neuentwicklung. Unter dem Titel „Welchen Beitrag leistet Software zu Ihrem Erfolg?“ diskutiert Heidi Schmidt, Geschäftsführerin der PKS Software GmbH, in ihrem Vortrag, warum Unternehmen moderne Geschäftsanwendungen wollen und brauchen. Das klingt zwar simpel, ist aber eine echte Herausforderung, denn die über Jahrzehnte in einem Unternehmen entstandenen Abläufe und Software-Lösungen müssen erst einmal verstanden werden, bevor sie im Kontext der digitalen Transformation erneuert oder abgelöst werden können. Im Vortrag erläutert die Referentin, wie sich gewachsene Software-Landschaften so optimieren lassen, dass ein Unternehmen mit Kunden und Lieferanten effizient, zeitgemäß und fehlerfrei zusammenarbeiten kann. Anhand konkreter Projekterfahrungen werden dabei die kritischen Erfolgsfaktoren für die Anwendungsmodernisierung und -transformation dargestellt. Zudem gibt es Raum für Diskussionen und individuelle Fragen, die direkt beantwortet werden.

Modernes Softwaredesign – auch für die IBM i

Seitens der ML Software wird das Thema „iNOW UI – das grafische SDA!“ angesprochen. Dabei geht es um modernes Screendesign für bestehende und neuentwickelte IBM i Software. Dieser Lösungsansatz, so der Referent Torsten Klinge, überzeugt im Handumdrehen mit leistungsstarken Benutzerschnittstellen auf Desktop und Browser.

Die SMA Solutions IT wird das Thema „IT-Prozessautomatisierung und -Orchestrierung für Power Systems, Open Systems und Cloud“ abdecken. Dabei geht es um „industrialisierte IT-Operationen“ von einem einzigen Kontrollpunkt aus. Dazu wird der Referent auch auf die Schlagwörter „Modernisierung“, „plattformübergreifend“ (von Legacy zu OpenSystems und vice versa), „SelfService“, API, RPA und „Rapid Deployment“ eingehen.

Mehr Workshop-Charakter verspricht der Vortrag von Blue Consult. Er verdeutlicht, wie man seine Sicherungen durch den Einsatz von Snap-Shots oder FlashCopies auf IBM i beschleunigen und auf einen 24/7-Betrieb umstellen kann. Dazu erklärt der Referent in Kürze die Voraussetzungen für ein FlashCopy-Konzept und stellt die Konfigurationen in einem Demo-Lab vor. Im Workshop erhalten die Interessenten Ausblicke, wie einfach es ist, eine FlashCopy-Lösung mit IBM i durch MIMIX4Flash zu einer echten, administrationsarmen Hochverfügbarkeitslösung auszubauen.