Das Internet als Kommunikationsnetzwerk ist inzwischen für fast alle Assets verfügbar, selbst für Maschinen in der Fabrik oder freistehende Anlagen. So werden heute bereits Millionen an Sensordaten gewonnen. Doch die Daten nur zu sammeln und auszuwerten reicht nicht aus. Die gewonnenen Erkenntnisse müssen operationalisiert werden und zu effizienteren Abläufen führen: Das ist die zentrale Aufgabe von ERP-Systemen in Industrie-4.0-Umgebungen.

Unternehmen steht heute durch das Internet eine wesentlich effizientere und kostengünstigere Vernetzung zur Verfügung als ehedem. Anlagen und Maschinen sind heute häufig schon ab Werk mit den unterschiedlichsten Sensoren ausgestattet, die eine Fülle an Betriebsdaten liefern können. Auch sind deutlich intelligentere und erschwinglichere Sensoren verfügbar – somit ist eine Nachrüstung oft unkompliziert und kostengünstig möglich.

All diese Aspekte ermöglichen den Unternehmen, das Internet of Things (IoT) zu nutzen und damit Industrie-4.0-Anwendungen zu implementieren. Doch zum Einstieg müssen nutzbringende Einsatzmöglichkeiten sowie Anwendungsgebiete individuell eruiert werden. Diese können von der Prozessoptimierung bis hin zur Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle reichen.

Über den eigenen Tellerrand hinausblicken

Bei der Ermittlung der möglichen Anwendungsgebiete sollte nicht nur unternehmensintern überlegt, sondern die kompletten Prozessketten von Zulieferer und Abnehmer mit einbezogen werden, um so am Ende auch die übergreifenden Prozesse zu optimieren. Wenn beispielsweise die IoT-Daten eines Unternehmens auf eine Lieferverzögerung hinweisen, kann diese Information automatisch in die Planungssysteme des nachgelagerten Unternehmens einfließen, das dann sofort entsprechend umplanen kann.

Für die ERP-Systeme bedeutet das: Sie sollten so offen und flexibel sein, dass sie sich durch Konfiguration statt individuelle Modifikationen an die neuen Anforderungen anpassen lassen. Nur eine offene und flexible ERP-Software ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Abbildung und Umsetzung.

Erkenntnisse aus dem IoT müssen zu Aktionen führen

Das Internet of Things liefert Millionen an Sensordaten. Um von diesen zu profitieren, müssen die Erkenntnisse zu Aktionen führen, die die Geschäftsabläufe verbessern: seien es optimierte Wartungspläne, verbesserte Service-Levels, optimierte Logistik, bessere Produkte oder gar die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Die IoT-Daten müssen also operationalisiert werden – und das ist die zentrale Aufgabe von ERP-Systemen in Industrie-4.0-Umgebungen. Als Herzstück der Unternehmens-IT steuern sie die Kernprozesse der Unternehmen, sind damit auch für deren Optimierung durch neue Erkenntnisse zuständig und sorgen letztendlich für optimierte Geschäftsprozesse, effizientere Abläufe und höhere Qualität.

Das ERP-System benötigt aber nicht alle durch IoT gewonnen Daten. Deshalb muss das ERP-System in eine IT-Architektur eingebunden werden, die IoT-Daten außerhalb des Systems erfassen, speichern und filtern kann und nur die benötigen Daten an das ERP-System überträgt. Eine Möglichkeit dafür bieten die bereits verfügbaren IoT-Plattformen in der Cloud – dort lassen sich enorme Datenmengen empfangen und verarbeiten, ohne dafür selbst ein Rechenzentrum aufbauen zu müssen.

Ein gutes Beispiel dafür, wie man mit den richtigen Tools und der richtigen ERP-Software IoT-Daten operationalisieren kann, ist der IFS IoT Business Connector von IFS Applications. Dank der Plug-and-Play-Anbindungen und der offenen APIs zur Integration von IoT-Plattformen lassen sich Sensordaten sammeln und auf einer Cloud-Plattform konsolidieren. Nur die relevanten Daten werden dann an IFS Applications übermittelt, um Prozesse weiter zu optimieren, indem zum Beispiel automatisierte oder halb-automatisierte Workflows angestoßen werden.

www.ifsworld.com/de