Dass Deutschland bei der Digitalisierung hinterherhinkt, belegt die jüngste Umfrage unter 120 CIO-Entscheidern. Laut der von der Lobster GmbH in Auftrag gegebenen Studie nutzen beispielsweise bisher nur 5 Prozent der Unternehmen die Möglichkeit der standardisierten Vernetzung. Wenn jedoch Deutschland bei der Digitalisierung Fahrt aufnehmen will, gilt es insbesondere, das Bottleneck, die Datenintegration, bei der Automatisierung von Prozessen zu optimieren. Denn diese ist der Brennpunkt der Digitalisierung.

Die Digitalisierung könnte auch in Deutschland viel schneller voranschreiten, wenn die Vernetzung von Systemen und die Datenintegration automatisiert wären“, lautet die Überzeugung von Dr. Martin Fischer, Geschäftsführer des Software-Anbieters Lobster. „Dafür muss der komplette Datenaustausch – etwa bei der Kundenanbindung oder bei der Integration von Produktionsdaten in Managementsysteme – automatisch erfolgen. Wer heute noch jede Schnittstelle einzeln programmiert, verursacht hohe Kosten bei langen Projektlaufzeiten.“

Über ein Drittel der CIOs (37 Prozent) empfindet es jedoch als schwierig, passende und verfügbare Technologien zu finden. Dabei gibt es schon heute Software, die interne und externe IT-Systeme einfach integriert, ganz ohne Programmieren. So fungiert zum Beispiel die Software Lobster_data als zentrale Datendrehscheibe, und sie deckt sämtliche Anbindungen, Datenfernübertragungen und die Datenkommunikation zwischen ERP- und CMS-Systemen, Datenbanken, Kunden sowie Lieferanten ab. „Das nennt man dann mal Datenintegration einfach – ohne Programmierkenntnisse bei gleichzeitig automatischer Dokumentation aller Vorgänge“, ergänzt Fischer.

Die Datenintegration ist aber nur der erste Schritt. Für das Überleben im Zeitalter der Digitalisierung nennt Fischer zwei weitere Punkte. „In einem nächsten Schritt gilt es, sich die digitale Brille aufzusetzen: Welche digitalen Services schaffen Mehrwert für meine Kunden? Wo muss ich mein Geschäftsfeld ergänzen?“ Und dann heißt es am Ball bleiben. Denn das digitale Zeitalter schläft nie und entwickelt sich exponentiell immer schneller.

Das bedeutet, dass sämtliche Marktänderungen und Kundenanforderungen fortlaufend beobachtet und in die Zukunft antizipiert werden müssen. „Schon oft haben sich altgediente Unternehmen zu sicher gefühlt und deshalb mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Man denke nur an die ehemals großen Versandhäuser und Katalogunternehmen der Offline-Ära. Mit Online gingen die Katalogversender quasi offline; im wahrsten Sinne des Wortes“, so der Geschäftsführer.

„Keiner von uns weiß genau, wo die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren hingeht. Aber alle wissen, dass die schnelle Anpassung an neue Märkte, veränderte Wertschöpfungsketten, neue Geschäftsmodelle und weitere Veränderungen erfolgskritisch ist. Manager führen ihre Unternehmen mit agilen Methoden wie Scrum in Wochensprints. Dazu benötigt man in der IT freilich auch die entsprechende agile Software, mit der kurzfristige Anpassungen ohne wochenlanges Programmieren möglich sind“, ist sich Fischer sicher.

Die drei Lobster-Tipps für das Überleben in der Digitalisierungsära sind:

  • das Vorhandensein einer automatisierten Datenintegration als Sine-qua-non-Bedingung,
  • das Bedenken des gesamten Geschäftsmodells von der digitalen Seite her (wo kann man mit digitalen Services Mehrwerte für Kunden schaffen?),
  • Vorwärtsdenken, Testen und eine kurzfristige Reaktion auf Marktänderungen und Kundenanforderungen.