Im April 2008 wurde die Zusammenlegung der „p“- und der „i“-Modelle von IBMs Power-basierten Systemen offiziell angekündigt. Es dauerte dann zwar noch einige Monate, bis sie den Weg zu den Anwenderunternehmen fanden, doch diese Entscheidung bei IBM trieb das Server-Business mehr in Richtung Kooperation und höhere Effizienz.

Das System i ist nicht mehr, und das System p wird ebenfalls das Zeitliche segnen. Aber nicht trauern, vielmehr freuen sollen wir uns“, sagt IBM. Und verspricht durch das Verschmelzen der Serverlinien zum neuen Brand Power Systems viele Vorteile für Kunden, Business-Partner und ISVs. So lautete die wesentliche Passage aus dem Editorial von Thomas Seibold in der Maiausgabe 2008 des Midrange Magazin.

Während der COMMON User Group Conference in Nashville im April 2008 wurde von IBM eine neue Serverlinie vorgestellt, die unter der Marke „Power Systems“ beide Produktlinien – also „p“ und „i“ – vereint. Außerdem lautete die Bezeichnung für das Betriebssystem i5/OS danach kurz und knapp „i“. Damit hatte die IBM eine neue Power-Systems-Produktlinie angekündigt, die sowohl den System-i- als auch den System-p-Anwendern eine vereinheitlichte, gemeinsame Serverreihe mit vereinfachter Preisstruktur, erweiterter Anwendungsauswahl sowie verbesserten Energie- und Managementkosten bieten sollte.

In diesen Servern kamen die Power6-Prozessoren zum Einsatz. Die Architektur war so ausgelegt, dass sie auf einer einzigen Maschine sowohl UNIX- und Linux- als auch i-Applikationen unterstützen konnten. Durch den Umstieg auf diese Servergeneration wollte IBM den System-i-Kunden die Option bieten, „ihre geschäftskritischen Anwendungen zu leistungsfähigeren und energieeffizienteren Lösungen migrieren – inklusive kosteneffizienter Blade-Systeme – und dabei dieselben i-Applikationen und Betriebssysteme nutzen [zu können, Anm. d. Verf.], auf die sie schon seit rund 20 Jahren vertrauen“. So lautet das Zitat aus dem zugehörigen Beitrag in der Maiausgabe des Midrange Magazin aus dem Jahr 2008.

Zusätzlich fand eine Umbenennung des integrierten Betriebssystems von IBM, i5/OS, statt: Es sollte künftig schlicht „i“ heißen. Die Power-Server mit i-Betriebssystem sollten als „integrierte Angebote“ verfügbar sowie leicht zu konfigurieren und zu installieren sein. Unter dem Namen „i Edition“ sollten sie neben integrierten Linux- und AIX-Editionen auf den Markt kommen. Dabei stand es den Anwendern frei, i, AIX und Linux auf einem einzigen Power-Server miteinander zu kombinieren.

Generell arbeiteten im Umfeld dieser Zusammenlegung die IBM-Mitarbeiter aus den ehemals getrennten Fraktionen wesentlich enger zusammen. Als absolut notwendig fanden die Experten dabei auch den Power Software Stack. Damit konnte der Anwender aus den verschiedenen Kategorien wählen, was er haben wollte. Viele Produkte waren doch für beide vorherigen Umgebungen – p und i – sehr einheitlich, auch wenn bezüglich einzelner Features durchaus Unterschiede bestanden.