Trotz allem anerkannten Nutzen von Tablets, Smartphones und anderen Helferlein benötigen Mitarbeiter in Unternehmen auch Zugang zu effizienten, leistungsstarken Systemen und Tools. Im Gespräch mit dem Midrange Magazin (MM) verdeutlicht Hagen Dommershausen, Marketing Senior Manager für den Bereich Cloud Client-Computing bei Dell, welche Entwicklungen im Bereich der Thin Clients (TC) Vorteile für die Anwender bringen.

MM: Welche Gründe sprechen generell für den Einsatz von TC-Lösungen

Dommershausen: Thin Clients sind gezielt für den Zweck optimiert, als Endpunkte in virtuellen Client-Umgebungen zum Einsatz zu kommen. Somit sorgen sie für eine optimale Aufgabenteilung zwischen Rechenzentrum und Desktop. Die Geräte sind zudem kleiner, robuster, langlebiger und energieeffizienter als klassische Desktopsysteme. Sie verfügen über abgesicherte Betriebssysteme und ihre Peripherie-Anschlüsse lassen sich remote deaktivieren, wodurch sie erheblich sicherer sind. Geringe Leistungsaufnahme und lüfterloses Design sorgen für einen effizienten, leisen und störungsfreien Betrieb. Da sie zentral gesteuert werden können, lassen sie sich außerdem deutlich einfacher bereitstellen und verwalten.

MM: Wo können TC-Lösungen gegenüber Tablets/Smartphones punkten?

Dommershausen: Smart Devices wie Smartphones und Tablets werden vor allem für einfache und überschaubare Tätigkeiten genutzt, häufig sogar nur zur Sichtung von Informationen. Thin Clients in virtuellen Client-Umgebungen dagegen sind eine echte Alternative zum herkömmlichen Desktop-PC und selbst für anspruchsvollste Szenarien wie CAD-Virtualisierung oder Unified Communications nutzbar. Dabei wird bei flächendeckender Bereitstellung von Thin Clients am Arbeitsplatz und dem virtuellen Desktop aus dem Rechenzentrum trotz stationärer Geräte dennoch ein Höchstmaß an Mobilität erreicht.

MM: Welche Rolle spielt das Thema Geräte- und Software-Management im Bereich der Endpunktlösungen?

Dommershausen: Eine sehr große, denn sie gehören zu den zentralen Stärken von Thin Clients. Selbst große verteilte Thin-Client-Installationen lassen sich sehr komfortabel – je nach Hersteller – über On-Premise-Lösungen oder sogar eine Cloud-Managementkonsole verwalten. Dell bietet mit Wyse ThinOS zudem eine Client-Firmware an, die ein klassisches Push-Management überflüssig macht. Die Geräte verwalten sich praktisch selbst, indem sie sich die nötigen Images und Konfigurationsdateien selbstständig holen und automatisch installieren.

Hagen Dommershausen, Marketing Senior Manager für den Bereich Cloud Client-Computing bei Dell: „Mobile TC-Lösungen können Einsatzspektrum von Thin Clients abrunden.“ Quelle: Dell

MM: Der Leistungsumfang moderner Einstiegs-Thin Clients lässt kaum mehr Wünsche übrig – wie können sich die oberen TC-Kategorien davon noch absetzen?

Dommershausen: Die Geräteklassen differenzieren sich hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Anwendungen, den zu verarbeitenden Inhalten und ihrer Peripherie. Letztlich entscheidet das konkrete Anwenderprofil über Auswahl und Einsatz des passenden Endgeräts.

MM: Welche Connectivity-Funktionen sollten moderne Thin Clients bieten?

Dommershausen: Sie sollten grundsätzlich die Connectivity-Funktionen bieten, die im konkreten Fall benötigt werden. Insgesamt gesehen bringen Thin Clients heute nicht weniger Verbindungsoptionen mit als klassische Desktopsysteme.

MM: Als wie wichtig erachten sie „mobile TC-Lösungen“ und wo werden sie sich im Unternehmenseinsatz bewähren?

Dommershausen: Sie können das Einsatzspektrum von Thin Clients an den Stellen abrunden, wo entsprechende Mobilgeräte benötig werden, man aber auf die Vorteile der Client-Virtualisierung nicht verzichten möchte. Ihr Einsatz bietet sich in Unternehmenszentralen ebenso an wie im Logistikbereich oder in Krankenhäusern.