IBM hat mit dem IBM Power S812-Server einen kleinen, preisgünstigen Einstiegsserver im 2U-Format mit nur einem Prozessorsockel vorgestellt. Er wurde speziell für kritische Workloads in abteilungsspezifischen Scale-out-Umgebungen entwickelt und soll mit einer bewährten Infrastruktur eine zuverlässige Lösung für AIX- und IBM i-Betriebssystemumgebungen bieten. Dabei sind zwei Ausführungen möglich: zum einen mit einem aktivierten Prozessor-Core für die IBM i-Umgebung und zum anderen mit bis zu vier aktivierten Prozessor-Cores für die AIX-Welt. Vor allem Bestandskunden bekommen damit ein System, um Altmodelle, wie POWER6-basierte Systeme sowie ältere AIX- und IBM i-Server, kostengünstig abzulösen. Erste Preisvorstellungen für die IBM i-Version liegen ungefähr 25 Prozent unter dem Wert eines 824-Einstiegsservers (der allerdings über mehr Cores verfügt).

Mit dem IBM Power System S812-Server kommt ein Einsockel-Server auf den Markt, der je nach Betriebssystemumgebung mit einem (für IBM i) oder bis zu vier aktivierten (für AIX-Umgebungen) und mit 3,026 GHz getakteten POWER8-Kernen ausgeliefert wird. Eine PowerLinux-Umgebung ist für diese Hardware nicht vorgesehen. Ebenso ist bei diesem Server keine Virtualisierungsoption verfügbar – er ist auf einen günstigen Einstiegspreis hin optimiert. In der IBM i-Variante unterstützt der Server bis zu 25 Benutzer gleichzeitig (Concurrent Users).

Dieser Server eignet sich damit vor allem als Einstieg in die IBM i- oder AIX-Welt und kann dort bestehende Systeme günstig ersetzen. Betriebssystem-Software des Servers ist IBM i in den Versionen 7.2, TR6 oder 7.3 mit TR2 oder neuer. Zudem soll er als Entwicklungssystem für Software-Hersteller eine interessante Alternative darstellen.

Es handelt sich beim 812-Server um ein System im 2U-Formfaktor, das für Rechenanforderungen bei größeren Installationen zum Beispiel im Einzelhandelsbereich und als Einstiegspunkt für noncompute-intensive Workloads entwickelt wurde, die hohe Zuverlässigkeit und Stabilität erfordern. Dazu bietet der S812-Server, wie die anderen POWER8-Modelle von IBM, eine hohe Rechenleistung pro Kern und Sockel: IBM gibt für die IBM i-Umgebung einen CPW-Wert in Höhe von 9880 an (bei 3,02 GHz Taktfrequenz und dem einen aktivierten Core).

Der Arbeitsspeicher in der IBM i-Umgebung reicht von 16 bis zu 64 GByte. Es kommen dabei DDR-4-Speichermodule zum Einsatz. Darüber hinaus bietet der Server einen hohen I/O-Durchsatz (mit vier PCIe x8- und zwei PCIe x16-Sockeln), internen Storage (SAS-Festplatten oder SSD-Laufwerke) und Hot-Plug-PCI-Fähigkeiten sowie eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.

In der AIX-Umgebung erlaubt der Power S812-Server den Einsatz von 16 bis 128 GByte DDR4-Speicher für AIX-Workloads. Zudem verfügt er über sechs hot-swap PCIe Gen3-Slots und verschiedene Backplane-Optionen, die flexible I/O-Konfigurationen ermöglichen.

Durch die Nutzung der EnergyScale-Technologie fällt der Energiebedarf im Vergleich zu älteren Servern geringer aus. Für die Stromversorgung sind zwei eingebaute Netzteile mit 900 Watt Leistungsaufnahme zuständig. Der neue IBM Power S812-Server wird weltweit voraussichtlich ab dem 17. März 2017 bei IBM und Geschäftspartnern von IBM verfügbar sein.