Die hohe Nachfrage nach Power9-Prozessoren hat IBM und deren Fertigungspartner Global Foundry überrascht. Der Bedarf im Supercomputer-Umfeld sowie bei der OpenPower Foundation – vor allem für die Systeme, die Google für seine Rechenzentren benötigt – führt dazu, dass IBM für einige Systemreihen seiner Power9-basierten Server eine Verzögerung von einem Quartal einräumen muss. „Wir sind sozusagen ausverkauft“, lautete die Erklärung von Ralf Dannemann, Direktor Power Platform Market DACH (Germany, Austria, Switzerland) für die IBM Systems Server, auf der POW3R-Konferenz in Köln.

Die erste POW3R-Konferenz in diesem Jahr fand am 27. und 28. Juni in Köln statt. Knapp 200 IBM i-Experten, darunter viele Mitglieder der Benutzervereinigung COMMON Deutschland e. V., trafen sich zum Informationsaustausch rund um IBMs Power-Architektur im Allgemeinen und dem IBM i-System im Besonderen. Dabei standen neben Hardware- und Hochverfügbarkeitsthemen die Modernisierung von Greenscreen-basierten Anwendungen sowie die Koexistenz mit .NET-Anwendungen im Fokus. Aber auch der Outsourcing-Aspekt – in Form von Managed Service Providern oder reinen Cloud-Lösungen – fand seine Interessenten.

Heidi Schmidt, Vorsitzende COMMON Deutschland: „Der Mix aus Business- und Technik-Themen kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Vor allem die Kundenvorträge waren sehr gut besucht. Wir werden den Rücklauf aus den Fragebögen nutzen, um Inhalt und Sprecher weiter zu verbessern.“

Die IBM Power System i Server bilden bei vielen erfolgreichen Unternehmen das Rückgrat ihrer IT-gestützten Prozesse. Neben den sprichwörtlichen Tugenden des Systems, wie Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit, gehören Attribute wie Flexibilität und die Einfachheit, mit denen die Plattform bei der Bewältigung des digitalen Wandels die Anwenderunternehmen unterstützt, zu den weiteren Pluspunkten.

Übertragung aus USA: Scott Clement

Die Breakout-Sessions waren gut gefüllt auf der POW3R-Konferenz in Köln.

Ralf Dannemann, IBM

Dirk Heitmann hielt die Keynote am ersten Tag; Thema: Cognitive Computing im Einsatz.

Interessierte Teilnehmer folgten den vielen Vorträgen im Konferenzsaal.

In seiner Eröffnungs-Keynote skizzierte Dirk Heitmann, welche Anwendungsraten künftig in den Unternehmen zum Einsatz kommen werden. Dabei gab der Director of IBM Analytics aus der Watson Cognitive and Watson Health Einblicke, wie das „Cognitive Computing“ bei den Early Adaptors bereits im Einsatz ist und für welche Anwendungsfälle sich diese Technologie eignet.

Dem Thema Aus- und Weiterbildung haben sich die drei parallel angelegten Vortragsreihen der COMMON-Anwendervereinigung gewidmet. Mit strategischen Vorträgen für Entscheider und handfester Fortbildung für Spezialisten wurde ein Spagat gewählt, der laut Feedback der Teilnehmer als geglückt bewertet wurde. Konferenzteilnehmer konnten sich aus erster Hand die notwendigen Informationen dazu holen, wie ihre IT den Anforderungen im Kontext einer digitalen, mobilen und vernetzen Welt am besten gerecht wird. In Workshops konnten Administratoren, Entwickler und Datenbankexperten ihr Fachwissen erweitern, um agile digitale Unternehmensprozesse mit modernen Methoden zu unterstützen.

Die Frage „Neuentwicklung oder Software-Modernisierung?“ zog sich wie ein roter Faden durch die Konferenz. Dazu wurden Strategien zur Modernisierung oder Neuentwicklung von Anwendungen gezeigt, mit denen mehr Agilität in den Unternehmensprozessen machbar sein sollte. Den Teilnehmern wurde von Kollegen gezeigt, wie sie eigene Projekte erfolgreich gemanagt haben und wie ihre Unternehmen dadurch wirtschaftliche Vorteile erzielen.

Zudem wurde in den Vorträgen herausgearbeitet, wie die Fähigkeiten der Plattform IBM i als Infrastrukturserver für IoT oder Industrie 4.0-Projekte in Wert gesetzt werden und wie bedarfsgerechte (Hoch)-Verfügbarkeit und Sicherheit wirtschaftlich hergestellt werden können. Zudem lieferte die Konferenz Entscheidungshilfen zu den Themen Cloud, Managed Services oder SaaS.

Die Vorteile der Power-Architektur beim Einsatz von S/4HANA im Powerlinux-Umfeld stellten Manfred Engelbart (SAP Architect bei CANCOM) und Peter Althapp (SAP Enterprise Architect bei Q-Partners Consulting & Management GmbH) heraus. Denn wer S/4HANA betreiben möchte, dem gibt SAP genau vor, welche Hardware und welche Betriebssystemausstattung nötig ist, um hier einen zertifizierten Betrieb genehmigt zu bekommen. Neben Intel-basierten Servern ist auch die Power-Architektur mit dem Betriebssystem PowerLinux in dieser Zertifizierungsliste aufgeführt.

„Die Power-Architektur hat entscheidende Vorteile, vor allem was das Design komplexerer Landschaften betrifft“, erklärt Manfred Engelbart. „Wer mehrere Datenbanken zu betreiben hat, der sollte ein möglichst einfaches Serverkonzept nutzen. Als großer Vorteil erweist sich dabei die in der Power-Hardware integrierte Virtualisierungsfunktion, die PowerVM.“ Damit könne man, so Engelbart, diverse produktive und nichtproduktive HANA-Datenbanken und sogar unterschiedliche Betriebssysteme virtualisiert parallel betreiben.

Gefüllter Teilnehmersaal

Dr. Wolfgang Rother, IBM (vorne)

Mit einem spekulativen Ausblick auf die kommenden Server-Generationen, die den Power9-Prozessor verwenden, schloss die Keynote von Dr. Wolfgang Rother die Konferenz ab. Hier gab er einige Details unter Vorbehalt zum Besten – exklusiv für die Teilnehmer der Konferenz. Die nächste Veranstaltung findet am 13. und 14. November in München statt (www.pow3r.info) – auch hier sind wieder exklusive Informationen zu erwarten.

Content goes hereZielgruppen auf den POW3R-Konferenzen Die POW3R-Konferenzen wenden sich in Strategie- und Fachvorträgen an Entscheider und Spezialisten in mittelständischen Unternehmen, die in IBM ihren strategischen Partner sehen. Die Themen der Konferenz sind stark businessorientiert. Sie helfen bei der Bewältigung von Herausforderungen des digitalen Wandels, der Flexibilisierung von Prozessen und nicht zuletzt bei der Entscheidungsfindung. Spezialisten erweitern und aktualisieren ihr methodisches Wissen aus Hands on Sessions, gehalten von den Besten – zielgerichtet und praxisnah. Der Fortbildungsbereich „Common Sessions“ (Teilnahme kostenpflichtig) wendet sich unter dem Motto „TECHNOLOGIE. ERFOLGREICH. UMSETZEN“ an innovative Spezialisten (Programmierer/Systemadministratoren), aber auch ganz gezielt an IT-Nachwuchs. Im Track „PROJEKTE. ERFOLGREICH. MACHEN“ lernen IT-Entscheider anhand von Praxisvorträgen/Casestudies, wie IT-Fortschritt gelingt.